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BASA ArtikelBASA ist die Abkürzung für "Bahn-(Fernsprech)-Selbstanschluß-Anlage", das Selbstwähl-Fernsprechnetz von Deutscher Reichsbahn und Deutscher Bundesbahn. Auch das Selbstwähl-Fernsprechnetz der ÖBB wird mit BASA genannt.
Das BASA-Netz der Deutschen Reichsbahn bestand neben Leitungen entlang der Fahrtrassen auch aus Leitungen entlang von Wasserwegen (WASA) und Autobahnen.
Das deutsche Fernsprechnetz wurde anläßlich der Privatisierung der DB ausgegliedert. Aus dem vorhanden Fernsprechnetz entstand unter Eingliederung der Mannesmann-Tochter CNI das Unternehmen DB-Kom GmbH&Co. KG.. Das Fernsprechnetz wurde modernisiert und teilweise öffentlich nutzbar gemacht.
Der öffentliche Teil wird heute von der Arcor AG & Co. KG, der eisenbahninterne Teil von der DB Telematik GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Bahn, betrieben.
Die Abkürzung BASA wird seit dieser Umstrukturierung nicht mehr offiziell verwandt, ist aber unter Eisenbahnern ein gängiger Begriff, um z.B. interne Rufnummern von öffentlichen zu unterscheiden, schließlich handelt es sich hier um eine (ziemlich große) Nebenstellenanlage.
Die BASA war bahnbrechend bei der Einführung des Selbstwähl-Fernverkehrs.
Es war global das erste Fernsprechnetz , das auch in dem Fernverkehr ohne Handvermittlung auskam. Zur Erhöhung der Sicherheit gab es neben der herkömmlichen Netzstruktur, gelegentlich Querverbindungen zwischen den Vermittlungsstellen, mit denen, unter Umgehung der Hauptvermittlungsstellen, Verbindungen hergestellt werden konnten. Zu dem einen konnte man bei Ausfall einer Hauptvermittlungsstelle über eine oder mehrere Querverbindungen andere Hauptvermittlungsstellen erreichen, andererseits wurden die Hauptvermittlungsstellen entlastet. Welche Vermittlungsstelle erreicht war, konnte man einer akustischen Signalisierung entnehmen, die entweder als einzelnes Morsezeichen oder als gesprochenes Wort übertragen wurde. In dem BASA-Netz war es aus Sicherheitsgründen von Anfang möglich ein bestehendes Gespräch auch vom angerufenen Teilnehmer aus zu beenden. Bei anderen damaligen (analogen) Fernsprechnetzen blieb die Verbindung solange bestehen bis der Anrufer aufgelegt hatte.
Sonderrufnummern
- 100 - Störungsstelle (bei großen Vermittlungsanlagen 1000)
- 111 - Vermittlung/ Auskunft (bei großen Vermittlungsanlagen 1111) (diese Nummernkombination wurde gewählt, um auch in dem Falle einer defekten Wählscheibe mit dem Gabelumschalter die Vermittlung erreichen zu können)
- 119 - Zeitansage (nur in Berlin), war in so fern besonders wichtig, da es eine Betriebsvorschrift gab die vorsah, dass jeder Eisenbahner Zugang zur genauen Uhrzeit haben muss.
Nummernblöcke
- 1-6 normale Rufnummern (pro Rufnummernblock war es dabei möglich Zugangsbeschränkungen für den Zugang zu dem Groß- oder Postnetz festzulegen. Der Rufnummernplan sah vor die Blöcke 3xx(x) und 5xx(x) für den Zugang zu dem öffentlichen Netz freizuschalten)
- 7 - Querverbindungen
- 8 - Vorwahlen
- 9 - Verbindungen in das Großnetz
- 0 - Verbindungen in das Telefonnetz der Deutschen Post
Neben dem Fernsprechnetz betreiben die Eisenbahngesellschaften weitere Kommunikationsnetze für Fernschreiben (Telex), viele kleine vermittlungslose Streckentelefonanlagen, Wechselsprechnetze für die Verbindung der Fahrdienstleiter und verschiedene Funknetze (Rangier- und Zugfunk , GSM-R). Gelegentlich werden darüber hinaus auch öffentliche Kommunikationsnetze genutzt (Bündelfunk ).
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